Allgemeiner Ablauf einer Lerntherapie

Anfangsphase:
Erstkontakt, differenzierte Förderdiagnostik und Auftragsklärung
  • Je nach Initiator und Finanzierung (Eltern, Schule, Jugendamt) gestaltet sich das Setting des Erstkontaktes.
  • Die differenzierte Förderdiagnostik zur Ermittlung der Stärken und Schwächen dauert in der Regel zwei Stunden und wird meist in den Vormittagsstunden ab 9.00Uhr realisiert.
erste Therapiestunden
  • Sie dienen unter anderem folgenden Zielstellungen:

  • - das Vertrautmachen des Kindes mit dem Therapeuten und der neuen Lernumgebung
    - Aufbau einer Vertrauensbasis zwischen Kind/ Jugendlichen, Eltern und dem Therapeuten
    - Fortführung der Diagnostik im Sinne einer prozessbegleitenden Diagnostik
Planung, Durchführung und Auswertung der Therapiestunden
  • Nach der Förderdiagnostik wird die weitere Intervention an die individuellen Ressourcen und Probleme des Kindes/ Jugendlichen angepasst.
  • Bei entsprechender Jugendhilfeleistung dient der Hilfeplan (Teil 3 - Zielvereinbarung) als Grobraster für die inhaltlichen Schwerpunkte der Therapiestunden.
  • Dabei ist jede einzelne Stunde natürlich auch abhängig von der persönlichen Entwicklung des Kindes/ Jugendlichen und dessen aktuellen Befindlichkeiten, also der Tagesform.
Arbeit im Netzwerk
  • regelmäßige Gespräche mit den Eltern, den unterrichtenden Lehrkräften sowie weiteren Fachkräften (Ergotherapie, Logopädie, etc.)
  • gegebenenfalls Absprachen mit den verantwortlichen Mitarbeitern des Jugendamtes zu der Fortführung der Hilfeplanung
Zwischeneinschätzung/ Prozessdiagnostik
  • In der Regel werden halbjährlich schriftliche Entwicklungsberichte verfasst, die sowohl den Eltern als auch gegebenenfalls dem Jugendamt (bei Finanzierung der Maßnahme durch die Jugendhilfe) zugestellt werden.
  • Dabei wird der bisherige Verlauf und der momentane Stand eingeschätzt sowie weitere Ziele gesetzt. Das therapeutische Handeln wird begründet.
Abschluss der Therapie
  • Die Abschlussphase der Therapie ist ein langfritsig zwischen Eltern, Kind/ Jugendlichen, gegebenenfalls Jugendamt und Therapeut vorzubereitender Prozess, der das allmähliche Ablösen des Kindes/ Jugendlichen vom Therapeuten und den therapeutischen Maßnahmen ermöglichen soll.
  • Die Therapie endet dann, wenn die erarbeiteten Ziele erreicht sind und die Kinder bzw. Jugendlichen wieder erfolgreicher am schulischen sowie außerschulischen Lernen teilhaben können.
  • Zur Evaluation des Hilfeverlaufes dienen Gespräche mit den Eltern, dem Jugendamt und den entsprechenden Lehrkräften sowie der Abschlussbericht.
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