Übersicht

Seit mehr als zwei Jahrzehnten ist die Lernwerkstatt Zwickau als gemeinnütziger Verein und anerkannter Träger der Jugendhilfe ein Teil dieser Struktur und leistet bei der Arbeit im multimodalen Behandlungsansatz bei Aufmerksamkeitsstörungen mit oder ohne Hyperaktivität einen Beitrag zur gelingenden Therapie. Besonders im Bereich der Psychoedukation, also der Vermittlung von Wissen zur Thematik und in der Betreuung von Kindern und Jugendlichen liegen dabei unsere Stärken. Auch die „besonders schwierigen Fälle“, bei denen beispielsweise wiederkehrende Verhaltensexzesse nicht gänzlich ausgeschlossen werden können, erhalten durch eine 1:1 Betreuung (z.B. über niederschwellige Betreuungsleistung nach § 45b Abs. 3 SGBXI) die Möglichkeit, gemeinsam mit Gleichaltrigen tolle Unternehmungen, wie Klettern oder Wanderausflüge, zu erleben.

Unsere Angebote gliedern sich in:

- Elterntrainings (FoR)AOK Partner

- Betreuung im Freizeitbereich mit Fokus auf individuelle sozio-emotionale Förderung sowie Förderung psychomotorischer Fähigkeiten (FoR)

- Schulinterne Lehrerfortbildungen (SCHILF)

Was stellen wir uns unter einem familienorientierten Ressourcenmanagement (FoR) vor?

familienorientiertes ressourcenmanagement
Warum Elterntraining?
  1. Sie werden von uns als Experten für ihr Kind gesehen.
  2. Sie erwerben "Handwerkszeug" im Umgang mit dem Störungsbild.
  3. Sie tragen durch Ihre aktive Teilnahme zur Transformierung der Effekte in den Familienalltag bei.

Warum die individuelle Förderung?
  1. Die Kernsymptome der AD(H)S können sich bei den betroffenen Kindern und Jugendlichen negativ auf die Ausprägung von Handlungskompetenz auswirken.
  2. Unaufmerksamkeit, Impulsivität und motorische Unruhe spiegeln sich im Alltag charakteristisch durch ein mangelndes Durchhaltevermögen bei gestellten Aufgaben, einem übereilten und oberflächlichen Arbeitsstil, dem häufigen Vergessen von Lern- und Unterrichtsmaterialien, unruhigen Verhaltensweisen (mit dem Stuhl kippeln, zappeln, in der Klasse herumlaufen), Träumereien, dem Stören des Unterrichts und der Missachtung von Regeln wider.
  3. Die individuelle Förderung zur Optimierung der eigenen Ressourcen bietet entsprechend der spezifischen Symptomatik ein Training bestehend aus unterschiedlichen Bausteinen zur Verringerung
    • - der Aufmerksamkeitsstörung,
    • - desorganisierter Verhaltensweisen,
    • - der Affektkontrolle,
    • - der emotionalen Überreagibilität und der Impulsivität.

Warum Psychomotorik?
  1. Bewegung ist grundsätzlich als universeller, weil auf eine Reihe von Entwicklungsbereichen Einfluss nehmender Lern- und Förderansatz zu verstehen.
  2. An der Ausführung einer Bewegung ist immer das ganze Kind beteiligt. In jede Handlung gehen also auch geistige und emotionale Aspekte ein.
  3. Kognitionen, Emotionen und die Leistungsmotivation werden von den Bewegungshandlungen beeinflusst.
  4. Über vielfältige erlebnisorientierte Bewegungshandlungen sollen die betroffenen Kinder erfahren, dass sie Ursache bestimmter Effekte sind. Im Umgang mit Dingen, Spielsituationen und Bewegungsaufgaben rufen sie eine Wirkung hervor und führen diese auf sich selbst zurück. So kann das negative Selbstkonzept nach und nach durch das Gefühl der Selbstwirksamkeit und der Kontrollüberzeugung überlagert und schließlich ersetzt werden.
  5. Durch gemeinsame Bewegungshandlungen kann die Beziehung zwischen Ihnen und Ihrem Kind intensiviert werden.
  6. Sie erhalten die Chance, Ihr Kind aus einer neuen Perspektive kennen zu lernen, es im Spiel mit anderen zu erleben und ihm Vertrauen bei der Erweiterung seines Handlungsspielraumes zu geben.

Warum Fachkräftetraining?
    Die Kinder und deren Eltern, aber auch Sie als die das Kind begleitenden Fachkräfte leiden oft stark unter den bei einer AD(H)S auftretenden Symptomen, denn sie beeinflussen das soziale Umfeld erheblich. Dazu kommen weitere Schwierigkeiten wie beispielsweise komorbide Krankheitsbilder. Gerade die sozialen Bedingungen und Lernerfahrungen des Kindes beeinflussen jedoch die Ausprägung von AD(H)S maßgeblich. Gleichzeitig wird deutlich, wie wichtig eine frühzeitige ressourcenorientierte Intervention für die weitere Entwicklung des betroffenen Kindes ist. Mit dem Training können Fachkräfte (Sozialpädagogen, Erzieher, Heilerziehungspfleger, Lehrer) Handlungskompetenz im Umgang mit betroffenen Kindern erwerben. Sie erarbeiten sich fundierte theoretische Kenntnisse sowie adäquate Handlungsstrategien, um die Entwicklung des Kindes zu optimieren und das Wohlbefinden aller Beteiligten zu erhöhen. Für Lehrer: Ihre Schule (Schulleitung) hat die Möglichkeit, das Lehrer-Training im Rahmen der schulinternen Lehrerfortbildung (SCHILF) zu realisieren.

*
*

03.07.2014
Lernwerkstatt Zwickau e.V., Wostokweg 33, 08066 Zwickau
Copyright © 2007 by Lernwerkstatt Zwickau e.V. Alle Rechte vorbehalten.